Fatima.

Mit Vorfreude auf das Kommen der Fatima Pilgermadonna habe ich mich am Mittwochmorgen, dem 04.11.2020 in Begleitung eines Freundes auf den Weg nach Diemelstadt begeben. 1 3/4 h sollte die Fahrt laut Navi dauern … aber es fing schon kurz nach Eschwege mit einer Umleitung an … In Gedanken im Gebet: ‚Muttergottes, DU machst das schon, du zeigst mir den Weg!‘ ging es dann nach dem zähen Anfang doch recht zügig. So zügig, dass mich noch ein Blitzer erwischte.

An der Autobahnraststätte trafen wir Herrn Georg Glasmacher, der uns herzlich begrüßte und mir eine kurze Einweisung gab. Innerlich sehr bewegt nahm ich die Pilgermadonna in Empfang, und wir setzen uns gen Heimat in Bewegung. Mit meinem Begleiter betete ich gemeinsam einen Rosenkranz für seine Familie.

Sehr froh, dass ich „heil“ daheim angekommen war, bekam die Fatima Pilgermadonna zunächst ihren Platz in der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Großbartloff, wo am Abend eine Andacht zu ihr gebetet wurde. Wir hatten eigens dafür einen schnell aufbau- und wiederverwendbaren Hintergrund gestaltet aus hellblauem Organzastoff. Ich hoffe, dass dies nicht nur den Beterinnen und Betern gefallen hat, sondern auch unserer lieben Muttergottes.

Über Nacht wollte die Pilgermadonna in unserem Hause bleiben. Dafür gab es einen schönen Platz im Wintergarten. SIE konnte auf mich blicken und ich IHR tief in die Augen schauen. Diese Augenblicke – einfach nur bewegend. Danke – liebe Muttergottes – dein gütiger Blick verleiht Kraft. Es war, als sei eine große Segensglocke über uns.

Am Donnerstagabend um 18 Uhr sollte dann in Büttstedt eine Marienmesse zu Ehren der Muttergottes gehalten werden. Wir wurden sehr herzlich von Pfarrer Husmann aufgenommen. Die Kirche war gut besucht, und in der Predigt wurden die Fatima- Erscheinungen sowie die Fatima- Pilgermadonna gebührend einbezogen. Diese feierliche Messe erhielt auch durch mehrere schöne Marienlieder einen besonders emotionalen Charakter. Leider musste ich diesmal die Madonna über Nacht in Büttstedt lassen.
Helfer brachten sie am kommenden Tag in den Nachbarort Küllstedt zur heiligen Messe. Es sollen wohl ca. 90 Gottesdienstbesucher vor ihr gebetet haben. Als Rückmeldung bekam ich ein Bild mit folgenden Worten zugeschickt: „Dankeschön für’s Bringen. Wir hatten eine sehr schöne Marienmesse.“

Am Samstag war der Küster von Wachstedt und dem kleinen Wallfahrtsort Klüschen Hagis für die Pilgermadonna verantwortlich. Sonntags durfte Sie in Wachstedt zum Hochamt verehrt werden. Wieder war es Pfarrer Husmann, der bewegende Worte fand. Am Ende der heiligen Messe traute ich meinen Ohren nicht – das Fatima- Lied ertönte. Eigentlich ist das in unserem Gebiet kaum verbreitet. Der Küster – ein offensichtlich technisch versierter Mensch – hatte sich das Lied heruntergeladen und konnte es per Laptop und Kirchenlautsprecher für die ganze Gemeinde hörbar machen. Ein wirklich würdiger Abschluss war das.
Am Sonntagnachmittag gab es dann in der Pfarrkirche zu Großbartloff von 15-17 Uhr eine Andacht Ihr zur Ehre. Und unter dem Klang des Fatima- Liedes – das hatte ich mir natürlich abgeschaut – konnten Pilger kommen und gehen.
Am Ende kam ein Frau auf mich zu und bedankte sich. Sie kam aus einem etwa 50-60 min entfernt liegenden Eichsfeldort und hatte in Küllstedt davon Kenntnis bekommen. Im kommenden Jahr möchte sie gern helfen, die Pilgermadonna auch in ihrem Eichsfeldort verehren zu können.
Am Abend konnte die Madonna zu einer Schönstatt- Familie in Struth weiterreisen.
Montagabend und am darauf folgenden Dienstag war Sie in der dortigen Pfarrgemeinde zu Gast, wo Sie ebenfalls gebührend verehrt wurde. Als Zeugnis wurde mir das Folgende mitgeteilt:
„Ich danke dir nochmal für die Pilgermadonna. Sie bringt wirklich Gnaden mit. Ich fühle mich immer noch so erfüllt, als wäre ich auf Wallfahrt gewesen. Am Dienstagmorgen sind noch so viele Leute in die Kirche gekommen! Onkel Josef und seine Frau sind den halben Vormittag in Gebetswache bei ihr geblieben.“

Von Struth wurde die Pilgermadonna anschließend nach Effelder in den sogenannten Eichsfelder Dom gebracht. Die „Rosenkranzfrauen“ hatten zum Gebet eingeladen und eigens eine schöne Andacht vorbereitet. Auch hier konnte zum Schluss wieder das Fatima-Lied ertönen.
Am Mittwoch wurde die Muttergottes in einer Familie verehrt, und zum Gebet versammelten wir uns vor IHR. Dazu kamen noch zwei Frauen aus anderen Eichsfeldorten, die auf jeden Fall im kommenden Jahr die Fatima-Pilgermadonna bei sich zu Gast haben wollen.

Mit erfülltem Herzen und dennoch mit Wehmut habe ich die Pilgermadonna dann am Donnerstag in Richtung Südthüringen der nächsten Chauffeurin entgegengebracht.
Danke Muttergottes, danke, dass du uns hier auf Erden begleitest, uns immer deine Hand reichst und uns zu Ihm, deinem Sohn, führst.

Lioba Drößler

2021 werden wir die Nationale Fatima Pilgermadonna in Thüringen wieder begrüßen dürfen. Als einzige noch freie Termine konnten wir sichern: 21. – 26.09.2021 und 31.10. – 15.11.2021. Wenn Sie der Gottesmutter in Ihrer Gemeinde einen Pilgeraufenthalt einräumen möchten, dann nutzen Sie bitte ganz einfach unser Kontaktformular.

Über die Fortsetzung der Pilgerreise 2020 durch Gemeinden im Südwesten Thüringens berichten wir im Januar. Denn wir möchten gern noch Herrn Glasmacher – einen wirklichen Kenner von Fatima – zu Wort kommen lassen:

„Fatima – der Ort, wo der Himmel die Erde berührt“

Jacinta, Francisco und Lucia – drei junge Hirtenkinder – hüten regelmässig die Schafe und Ziegen ihrer Eltern und gehen oft mit ihren Tieren von Aljustrel bis zur Cova da Iria in Fatima (Erscheinungsort der Muttergottes). Die drei Kinder sind fröhlich und verspielt, aber sie haben in Ihrem Elternhaus gelernt, gottesfürchtig zu sein und auch tagsüber den Rosenkranz zu beten.

Im Jahre 1916 erscheint ihnen dreimal zu unterschiedlichen Zeiten ein Engel und lehrt ihnen Gebete, um den Herrn Jesus Christus und seine hl. Mutter zu ehren. Was sie zu diesem Zeitpunkt nicht wissen – es ist der Vorbote für die Erscheinungen der hl. Muttergottes. Die Erscheinungen des Engels längst vergessen, erscheint vom 13. Mai 1917 bis zum 13. Oktober 1917 die Muttergottes, um ihnen Geheimnisse anzuvertrauen und sie aufzufordern, jeden Tag den Rosenkranz zu beten.

Jacinta und Francisco wurden am 13. Mai 2017 anlässlich der 100-Jahrfeier der Erscheinungen von Papst Franziskus heilig gesprochen, während die Seligsprechung der 2005 verstorbenen Schwester Lucia in greifbarer Nähe sein soll. Die Erscheinungen liegen inzwischen zwar mehr als 100 Jahre zurück, sind uns jedoch heute noch so gegenwärtig, daß jährlich mehr als 7 Millionen Pilger an den Feierlichkeiten vom 13. Mai bis 13. Oktober jeden Jahres teilnehmen.

In Fatima (Portugal) hat man das Gefühl, in eine andere wunderschöne Welt versetzt zu sein, und man kann auch heute noch die Heiligkeit dieses Ortes spüren. Pilgern ist im Jahre 2020 – bedingt durch das Corona Virus – schwierig geworden. Während manche Pilgerorte komplett schließen mussten, gab es in Fatima, Lourdes und Medjugorje nur eine ganz begrenzte, erschreckend niedrige Pilgerschar.

Maria möchte aber, dass die Menschen zu Ihr kommen, um mit Ihrer Hilfe zu Ihrem Sohn, unserem Herrn Jesus Christus, geführt zu werden. Daher nutzen wir verstärkt die Möglichkeit, unsere deutsche Fatima Pilgermadonna, die am 13. Mai 1967 in Fatima von Papst Paul VI für die Pilgerreisen in den deutschen Bistümern geweiht wurde, durch die Pfarreien zu begleiten. Wir sehnen uns aber auch nach den Pilgerreisen, wie z.B. nach Fatima im Jahre 2021, sobald die Lage sich entspannt.

Neben den Feierlichkeiten im Heiligtum besuchen wir auch:

  • die Museen in Fatima,
  • Aljustrel (Wohnstätten der Seherkinder),
  • Alt Fatima,
  • die Klöster in Batalha und Alcobaca, sowie
  • den Fischerort Nazare an der Atlantikküste.

Der genaue Reiseverlauf kann z. B. auf www.viator.de eingesehen werden. Ich würde mich freuen, Sie auf einer Reise nach Fatima begleiten zu können. Aber in jedem Falle bitte ich Sie, dem Wunsch der Muttergottes – täglich einen Rosenkranz zu beten – nachzukommen und Ihre Sorgen und Nöte der hl. Gottesmutter anzuvertrauen und Ihre Schmerzen und Leiden unserem barmherzigen Herrn Jesus Christus aufzuopfern zur Bekehrung der Sünder und zur Wiedergutmachung der Sünden, die gegen das Herz unseres Herrn Jesus Christus und das unbefleckte Herz unserer hl. Gottesmutter Maria begangen werden. Bleiben Sie gesund und verleben Sie eine segensreiche Weihnachtszeit.

Ihr
Hans-Georg Glasmacher

Diesen Wünschen an alle Leser schließt sich das Team von Christus in die Mitte – Erfurt gern an!

Wir verbinden das mit einem einem besonderen Filmtipp sowie einem aus tiefstem Herzen kommenden DANKE an alle, die uns auf dem Weg durch das erste Jahr unseres Bestehens auf unterschiedlichste Weise unterstützt, begleitet und mit/für uns gebetet haben.

Einem jeden von uns gilt die frohe Botschaft, aus der wir auch fortan stets Kraft schöpfen mögen:

„Fürchtet euch nicht,
denn ich verkünde euch eine
große Freude,
die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Heute
ist euch in der Stadt Davids
der Retter
geboren;
er ist der Messias,
der Herr.“

(Lk 2, 10f)

Offizielle Homepage des Wallfahrtsortes Fatima: https://www.fatima.pt/de

Fotos: Lioba Drößler und Hans-Georg Glasmacher