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2021-06-28 | Alle meine Quellen entspringen in Dir

Unter diesem Leitvers aus Psalm 87 wird in zehn Wochen der Internationale Eucharistische Kongress in Budapest beginnen – offline – mit Papst Franziskus als Hauptzelebranten in der Abschlussmesse am
12. September.

TRIFF JESUS IN BUDAPEST, so ist auf der Website zu lesen. Doch persönlich können wohl nur die wenigsten von uns direkt vor Ort dabei sein. Glaube aber verbindet. Und so dürfen wir uns mit allen Teilnehmern und Unterstützern in Gemeinschaft wissen, wenn wir bereits jetzt, während des Kongresses und/ oder darüber hinaus folgendes Gebet zu dem unsrigen machen:

Himmlischer Vater, Quelle allen Lebens! Sende uns deinen Heiligen Geist, lass uns Christus, der sich für uns opfert und im Allerheiligsten Sakrament unter uns ist, erkennen und immer mehr lieben! Er ist unser Herr und unser Meister, unser Freund und unsere Nahrung, unser Arzt und unser Frieden.
Gib uns Mut, seine Kraft und seine Freude zu allen Menschen zu bringen! Möge die Zeit der Vorbereitung und die Feier des Eucharistischen Kongresses für unsere ganze Gemeinde, für unsere Städte, für unser Volk, für Europa und für die Welt zur Erneuerung im Geist dienen! Amen 
(von der Internetseite des Kongresses)

Eucharistie und eucharistische Anbetung sind nicht ausschließlich an solche besonderen Großereignisse christlichen Lebens gebunden. Denn wo wir ihm auch begegnen, „Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“, so lesen wir es im Hebräerbrief (Heb 13.8).
Das wurde für uns ganz plastisch an einem Beispiel von eucharistischen Wundern, die uns ein Priester vor wenigen Wochen in seiner Impulsgruppe täglich vorstellte:

Im italienischen Lanciano zelebrierte ein Priester im Jahr 750 die Heilige Messe, als ihn Zweifel überfielen hinsichtlich der Wandlung von Brot und Wein in den Leib Christi. Das können wir evtl. nachvollziehen. Aber wohl kaum jemand von uns durfte diese Realität so konkret erleben, wie es diesem Priester geschenkt wurde in dem Moment, als er die Wandlungsworte aussprach und Brot und Wein sich sichtbar wandelten. – Beides ist unversehrt erhalten - bis heute.
Die fünf ungleichen Klumpen Blut wiegen einzeln genau so viel wie alle fünf zusammen. Das erbrachte eine 1970 begonnene wissenschaftliche Untersuchung, die als Ergebnis festhielt, das Phänomen sei wissenschaftlich nicht zu erklären. 
Mehr dazu finden Sie in  Carlo Acutis' virtueller Ausstellung „Eucharistische Wunder“

Die Impulse wurden uns übrigens von diesem Priester in Schriftform zur Verfügung gestellt.. Wenn Sie an der Zusammenstellung interessiert sind, wenden Sie sich dafür gern an uns über unser Kontaktformular

Wirklich ermutigende Fakten zum Wesenskern unseres Glaubens, der Eucharistie, und zur eucharistischen Anbetung – 3000 Kapellen der Ewigen Anbetung gibt es weltweit! – finden Sie auch in dem Beitrag über den Apostel der ewigen Anbetung Justo Antonio Lofeudo.

Der Herz-Jesu-Monat liegt nun fast hinter uns, aber täglich neu gilt Jesu Angebot zur Begegnung mit seiner unendlichen Liebe für uns Menschen, die wir speziell mit dem FEST DES ALLERHEILIGSTEN LEIBES CHRISTI (3.6.) und dem FEST DES ALLERHEILIGSTEN HERZENS JESU (13.6.) in unseren Gemeinden gefeiert haben – z.T. mit ausgedehnten Zeiten der Anbetung.

Sr. Dr. Theresia Mende vom Institut für Neuevangelisierung Augsburg hat dazu in den letzten vier Wochen auf Radio Horeb eine beachtenswerte Vortragsreihe gehalten und den schönen Satz geprägt: JESUS SELBST IST DER MISSIONAR. Wie wahr!
Nachdem sie in der ihr eigenen fundierten und prägnanten Art Bibelstellen aus Altem und Neuem Testament mit  Bezug zur Eucharistie dargestellt hat, befasst sich Teil 5 der Reihe explizit mit der eucharistischen Anbetung als Frömmigkeitsform zwischen Widerspruch und Faszination. Für uns eine wahre Fundgrube, um der  persönlichen  Beziehung zu Jesus immer wieder neu und tiefer nachzuspüren.

St. Elisabeth, Eisenach
(Foto Fam Berndt)

Große Kongresse zum Thema Eucharistie sind die eine Seite, die praktische Suche nach Wegen vor Ort die andere. Letztere weitet sich nach unserer Erfahrung aus.
In den vergangenen Monaten zeigte sich in verschiedenen Gemeinden, dass die Sehnsucht nach Anbetung  wächst, dass sie mit viel Freude und innerem Frieden verbunden und daher als Wiederholung gewünscht ist. Mehrfach berichteten Menschen von der ihnen zufließenden Kraft, wenn sie sich Jesus öffnen, ihm ihr Herz ausschütten und still vor ihm verweilen dürfen mit all ihren Anliegen.

St. Marien, Stotternheim
(Foto: Fam. Maruschke)

Daher finden Sie ab jetzt auf unserer Startseite unter dem Menüpunkt Christus entdecken den Unterpunkt Zeugnisse und dort auch schon das Zeugnis einer Frau, die die Anbetung liebgewonnen hat. Gerne veröffentlichen wir auch Ihr Zeugnis, wenn Sie andere daran teilhaben lassen wollen, wie Sie von Gott berührt worden sind.

Außerdem haben wir unter dem Menüpunkt Veranstaltungen Termine von Anbetungszeiten im Bistum Erfurt eingetragen – sowohl regelmäßige als auch Einzeltermine. Die bisher aufgeführten Termine sind sicherlich erst ein Anfang. Wenn Sie an dieser Stelle gern auf Angebote in Ihren Gemeinden aufmerksam machen oder Suchenden den Weg zu Anbetungsmöglichkeiten o.ä. erleichtern möchten, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

Und nun dürfen Sie sich wieder freuen auf einen weiteren Podcast von Kaplan Münnemann. Er erschließt uns heute das sechste Kapitel des Markus-Evangeliums. Dazu wünschen wir Ihnen allen wieder viel Freude, Inspiration und Appetit auf mehr von Gottes Gegenwart in seinem Wort.

Sehr gern geben wir an dieser Stelle den Wunsch nach einer online-Bibelgruppe weiter und freuen uns, wenn das Anliegen von weiteren Interessenten aufgegriffen wird. Bitte schreiben Sie uns dazu eine kurze Mail mit dem Stichwort „Bibelgruppe online“.

Am 19..Juni hatten unsere Aachener Geschwister ein wirkliches Highlight zum Thema Eucharistie.
Eigentlich sollte P. Diederik Duzijn von den Missionarii Sanctissimae Eucharistiae – bekannt u.a. durch Beiträge auf Radio Horeb oder den adoratio-Kongress in Altötting – seine zwei Katechesen im Rahmen der Aachener Heiligtumsfahrt halten. Jedoch wurde diese aus leider allzu bekannten Gründen verschoben (auf Juni 2023); P. Diederik ließ es sich aber nicht nehmen, auf dem von Christus in die Mitte! ersatzweise angebotenen Gebetstag zu sprechen und die Anwesenden wieder tief mit hineinzunehmen in die Faszination an unserem Herrn Jesus im Allerheiligsten Sakrament.
Freuen Sie sich mit uns auf das, was dazu im Aachener Newsletter demnächst zu lesen sein wird.

Mit Blick auf das Fest Peter und Paul und die bevorstehende Urlaubszeit wünschen wir allen Gottes reichen Segen!

Das Kernteam von Christus in die Mitte! Erfurt

Titelbild: M W via Pixabay

2021-05-28 | Petrus Canisius – katholischer Reformator und Heiliger

von Sebastain Berndt, letzter Teil

Petrus Canisius war im Grunde Zeit seines Lebens im ganzen südlichen deutschsprachigen Raum unterwegs – und legte dabei rund 58.000 km zu Fuß zurück. Er predigte jedoch nicht seine eigenen Interessen, sondern zum Zweck der Erweckung der Kirche in den Seelen. Dieser ihm früh im kartäusischen Kontext ins Herz gelegte Gedanke war die Motivation praktisch seines ganzen Tuns. Selbst wenn er, wie in Augsburg, aus heutiger Sicht arg bedenkliche Predigten gegen Hexen hielt und aus tiefstem Herzen selbst glaubte, was er predigte, konnte er sich aus Gehorsam seinen Ordensoberen beugen und diese Predigten schließlich einstellen. Dass das nicht ohne inneren Kampf abgegangen sein kann und Petrus Canisius wohl auch nicht immer ein besonders umgänglicher Mensch gewesen sein dürfte, zeigt sich auch in seiner vehementen Kritik seines Nachfolgers als Ordensprivinzial. Ein Konflikt der erst mit seiner Versetzung nach Freiburg gelöst wurde.

Zugleich konnte er die berechtigten reformatorischen Anliegen aufgreifen und katholisch wenden. Seine Katechismen sind unverkennbar strukturell den Katechismen Luthers nachgebildet. Inhaltlich verwendet er aber viel Energie, die reformatorische Lehre als Irrtum zu erweisen und positiv den katholischen Glauben zugänglich zu machen. Obgleich ihm durchaus ein Talent für gepflegte Polemik in die Wiege gelegt worden sein muss, hat er in der Regel gegen Lehren, nicht gegen Personen polemisiert – und damit das in der Praxis äußerst schwierig umzusetzende Wort Augustins beherzigt: Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder. Nie soll er für die Reformatoren das Wort Ketzer oder Irrlehrer benutzt haben, sondern vorsichtig, aber nicht weniger kritisch von „neuen Lehre(r)n“ gesprochen haben. So heftig er die neue Lehre kritisieren konnte, so sehr konnte er die berechtigen Anliegen aufgreifen und katholisch wenden.

Gerade mit seinen Ecken und Kanten ist Petrus Canisius ein gutes Beispiel, was ein Heiliger eigentlich ist: Ein Mensch, der Gott liebt, und deshalb trotz seiner Fehler und Macken durch Gehorsam und die Gnade Gottes Großes vollbringen kann – oder vielmehr: die Gnade Gottes durch ihn.

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Was Petrus Canisius, obwohl vor einem halben Jahrtausend geboren, uns ganz aktuell zum Thema Neuevangelisierung zu sagen hat, legt Bischof Bertram Meier (damals noch Domdekan) in einem Standpunkt-Gespräch mit Pfr. Kocher von Radio Horeb dar.

Wir danken Herrn Sebastian Berndt, dass er uns so ausführlich mit dem Leben und Wirken eines unserer Patrone bzw. des zweiten Apostels Deutschlands bekannt gemacht hat. Weiteres dazu findet sich auch in dem von Herrn Berndt herausgegebenen Magazin X451 – Jesus Christus – wahrer Gott, wahrer Mensch. Fanzine des katholischen Glaubens.
In der Juni-Ausgabe wird u.a. eine Katechismus-WhatsApp-Gruppe zu Wort kommen, die auf Initiative von Christus in die Mitte, Aachen, entstanden ist. Die Teilnehmer haben sich vor einigen Monaten aus den Bistümern Aachen, Erfurt und Dresden-Meißen zusammengefunden, um sich in Vorbereitung auf den Internationalen Eucharistischen Kongress in Budapest (mehr dazu an dieser Stelle im Juli/ August) wöchentlich über einen neuen Abschnitt des Katechismus‘ der Katholischen Kirche (KKK) auszutauschen. In der X451-Fanzine werden sie nun Zeugnis davon ablegen, wie der KKK heute gelesen und verstanden werden kann. Vielleicht lassen Sie sich ebenfalls anregen, sich mit den Schätzen unseres katholischen Glaubens tiefer zu befassen.

Vielleicht hilft Ihnen dabei auch die neue Folge in unserer Katechesen-Reihe: Herr Martin Hohmann hat sich für uns Gedanken zum Thema Weihe gemacht.

In unserem Newsletter vom 6. Februar dieses Jahres haben wir begonnen, uns einem wesentlichen „Stein“ aus Medjugorje verstärkt zuzuwenden – dem Lesen der Bibel. Heute dürfen Sie auf gleich zwei neue Bibel-Podcasts freuen, nämlich zu Kapitel 4 und Kapitel 5 des Markusevangeliums. Wir sind Herrn Kaplan Münnemann sehr dankbar für seine Zusammenschau der Texte und wünschen Ihnen, dass Sie sich inspirieren lassen von der Tiefe seiner Gedanken.

Und hier noch vier Hinweise auf AKTUELLE TERMINE:

1) Die Initiative Beten für Bischöfe vereint inzwischen mehr als 2100 aktive Gebetspaten und feiert am 5. Juni 2021, dem Bonifatiustag, in Kevelaer eine Hl. Messe. Hauptzelebrant wird Pfarrer Peter Meyer sein. Das Hochamt übertragen EWTN und Radio Horeb live! Herzliche Einladung an uns alle, diese große Gebetsfamilie in ihrem Anliegen für ein fruchtbringendes Wirken unserer Bischöfe durch Ihr Mitfeiern am Bildschirm zu stärken.

2) Am Fest Fronleichnam wird es in St. Kilian/Bad Liebenstein im Anschluss an die Hl. Messe ab 18.00 Uhr eine zweistündige stille Anbetungszeit geben, in der wir wieder für Priesternachwuchs und Ordensberufungen beten. Besonders schließen wir auch den zu Pfingsten neu geweihten Priester Lukas Hennecke ein und bitten darum, dass sich in diesem Anliegen viele Leser mit uns verbinden.

3) 24-h-Anbetung wird auch sein in St. Marien in Stotternheim vom 5. zum 6. Juni. Alle sind herzlich eingeladen, und wer eine feste Gebetszeit übernehmen möchte, kann sich vorab anmelden unter peter-maruschke@t-online.de .

4) Die Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. in Heiligenkreuz bei Wien schlägt am 28./29. Mai 2021 in einer hochkarätig besetzten Tagung zum Thema Eros und Jungfräulichkeit den Bogen von der Literatur zur Theologie. Die Tagung wird live auf Youtube übertragen.

Wer glaubt, ist nie allein!

Im Gebet verbunden grüßt das Kernteam von Christus in die Mitte – Erfurt und wünscht Ihnen allen Gottes Segen für die restlichen Tage beim Gebetsmarathon im Marien-Monat Mai sowie einen vom Hl. Geist erfüllten Start in den Herz-Jesu-Monat Juni.

2021-05-21 | Petrus Canisius – katholischer Reformator und Heiliger

von Sebastian Berndt, zweiter Teil

Zugleich war Petrus Canisius organisatorisch begabt. Er gründete unzählige Jesuitenkollegs und -schulen, verwaltete als Diözesanadministrator die Erzdiözese Wien (1554–1555, die Ernennung zum Bischof lehnte er ab), nahm am Augsburger Reichstag (dem mit dem Augsburger Religionsfrieden) teil und baute ab 1556 als erster Provinzial die deutsche Jesuitenprovinz auf.

Erst ab 1580 wird er in Freiburg (CH) halbwegs sesshaft, wo er am 21. Dezember 1597 auch ins ewige Leben hinübergeht. 1864 wird er von Pius IX. selig, 1925 von Pius XI. heilig gesprochen. Dazwischen verleiht ihm 1897 Leo XII. Den Titel Zweiter Apostel Deutschlands (nach Bonifatius). Sein Gedenktag ist im deutschen Sprachraum der 27. April.

Während in Rom der deutschsprachige Raum als für den katholischen Glauben verloren betrachtet wurde, gab Petrus Canisius diesen nicht auf – wohl nicht zuletzt aufgrund einer tiefen mystischen Erfahrung in Rom, nachdem er von Papst Paul III. den Segen und die Sendung empfangen hatte, die er selbst so beschreibt:

Ewiger Hoherpriester, in Deiner unendlichen Güte hat es Dir gefallen, dass ich den Erfolg und die Bestätigung dieses apostolischen Segens inständig den Aposteln empfahl, die man im Vatikan besucht und die dort ihre Wunder wirken. Dort erfuhr ich Deinen Trost und die Gegenwart Deiner Gnade, die mir zuteil wurde durch so hohe Fürsprecher. Auch sie gaben mir den Segen und bestätigten die Sendung nach Deutschland, und sie schienen mir wie einem Apostel Deutschlands ihr Wohlwollen zu schenken. Du weißt, Herr, wie sehr und wie tief Du mir an diesem Tag Deutschland anvertraut hast, wohin ich aufbrechen und für das ich zu leben und zu sterben wünschen sollte.
Schließlich sah ich vor mir das geöffnete Herz Deines heiligen Leibes, und Du botest mir an, aus ihm zu trinken. Du mein Heiland, Du ludest mich ein, Wasser des Heils zu schöpfen aus Deinen Quellen. Ich verspürt den großen Wunsch, dass von dort aus Fluten des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe in mich einströmten. Ich dürstete nach Armut, Keuschheit und Gehorsam. Ich bat Dich, mich zu waschen, zu kleiden und auszustatten. Als ich dann wagte, Dein liebevolles Herz zu berühren, und meinen Durst aus ihm zu stillen, da versprachst Du mir ein Gewand, aus drei Teilen gewebt, geeignet, die Nacktheit meiner Seele zu bedecken. Diese drei Teile des Gewandes bezogen sich ganz und gar auf meine Aufgabe: Es waren der Friede, die Liebe und die Ausdauer. Angetan mit diesem Gewand des Heils hatte ich die Zuversicht, mir werde nichts fehlen, sondern mir werde alles gelingen zu Deiner Ehre.

Lesen Sie ab dem 28. Mai im dritten Teil über Canisius‘ Wirken als Reformator der Kirche seiner Zeit! Mehr über den Reformer Petrus Canisius erfahren Sie auch im Podcast Spiritualität von Radio Horeb.

In wenigen Tagen ist Pfingsten. Seit Christi Himmelfahrt beten viele die Pfingstnovene in dem Anliegen der Erneuerung der Kirche – so wurde es vor gut 100 Jahren von Papst Leo XIII. aufgetragen.

Weil nun Erneuerung bei jedem von uns beginnt und erfahrungsgemäß oft als ein (lebens)langer Prozess wahrgenommen wird, zählen viele die Pfingstsequenz zum festen Bestandteil ihres Gebetslebens; sie spüren wohl die ihr innewohnende Kraft und Wirkung auf unser Herz. Vor gut 800 Jahren trat dieses Gebet Veni Sancte SpiritusKomm, o Geist der Heiligkeit, das einem Erzbischof von Canterbury zugeschrieben wird, seinen Weg zu uns Gläubigen an.

Beistand, Trost, Ruhe, Frieden, Glaube, Hoffnung, Liebe, Freude, Vertrauen, Heilung und Licht – fortdauernde Sehnsucht für uns Menschen im irdischen Leben, die uns nur der Geist Gottes wahrhaft schenken kann. Insofern ist die Pfingstsequenz – vorgesehen in der Messliturgie am Pfingstsonntag – ein eindringliches Bitten der Weltkirche, dass Jesus uns vom Vater her diesen Beistand sende.

Gib dem Volk, das Dir vertraut,
das auf Deine Hilfe baut,
Deine Gaben zum Geleit!

Lass es in der Zeit bestehn,
Deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit! Amen. Halleluja.

Im Gebet verbunden, wünschen wir allen von Herzen gesegnete Pfingstfeiertage!

Das Team von Christus in die Mitte! Erfurt

Fotos: Dreifaltigkeit von Andrea Don via pixabay, Petrus Canisius Anonymous/ Unknown author, Public domain, via Wikimedia Commons

2021-05-06 | Petrus Canisius – katholischer Reformator und Heiliger

von Sebastian Berndt, erster Teil

Am 8. Mai 1521 wurde in Worms die Reichsacht über Martin Luther verhängt, und in Nijmegen Pieter Kanijs geboren. Was auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun hat, sieht aus der Rückschau weit weniger zufällig aus: Besser bekannt unter seiner lateinischen Namensform Petrus Canisius sollte Pieter der wesentliche Protagonist der Gegenreformation nördlich der Alpen werden.

Schon mit 15 Jahren begann er in Köln das Studium der Philosophie und der Theologie – mit dem Ziel, das völlig zurückgezogene Leben eines Kartäusermönchs zu führen. Freilich bedeutet die Zurückgezogenheit der Kartäuser keineswegs eine Weltfremdheit, vielmehr war es gerade das kartäusische Umfeld, das ihn mit dem Gedanken einer katholischen Reform der Kirche vertraut machte.

Entscheidend für sein Leben sollte die Teilnahme an Exerzitien in Mainz werden. Gehalten wurden sie von einem jungen Franzosen, Pierre Lefèvre, ebenfalls besser in latinisierter Form als (hl.) Petrus Faber bekannt, der einer erst wenige Jahre zuvor gegründeten kleinen Gruppe angehörte, die – für eine geistliche Gemeinschaft damals geradezu unerhört – weder Chorgebet noch ausführliches Gemeinschaftsleben kannte und sich Gesellschaft Jesu nannte und später der Orden der katholischen Kirche werden sollte, besser bekannt als Jesuiten.

An seinem 22. Geburtstag wurde Petrus Canisius 1543 das achte Mitglied dieser ungewöhnlichen Truppe und damit ihr erstes Nicht-Gründungsmitglied. Danach begannen sich die Ereignisse zu überschlagen. In Köln gründete er die erste Niederlassung der Jesuiten. Schon 1544 wurde er daselbst Professor. Nur ein Jahr später nahm er als Sprecher der katholischen Bürgerschaft der Stadt am Reichstag teil, der wiederum in Worms stattfand. 1546 wurde er zum Priester geweiht. Ab 1547 nahm er als Berater des Augsburger Bischofs am Trienter Konzil teil. Nach einem Umweg über Rom, Messina und Bologna kam er 1549 nach Deutschland zurück.

Petrus Canisius als Lehrer

Spätestens ab jetzt wird es unübersichtlich. Petrus Canisius wirkte unermüdlich in der Erneuerung der katholischen Bildungsarbeit. In Messina hatte er das erste Jesuitenkolleg mit angeschlossener Schule gegründet. Dabei war ihm aufgegangen, dass die Erneuerung der Kirche nur über die Erneuerung der Bildung erfolgen konnte. Genau hierin lag auch historisch betrachtet das Erfolgsrezept der Gegenreformation – so dass selbst überzeugte Protestanten ihre Kinder auf Jesuitenschulen schickten.

Jedoch beschränkte er sich nicht auf Schulen, sondern er wirkte an verschiedensten Universitäten (u. a. in Wien, Ingolstadt und Freiburg/Schweiz), aber auch Kirchen als Prediger. Er belehrte sowohl die geistige und geistliche Elite – Päpste, Kaiser, Könige – als auch das einfache Volk und war sich auch nicht zu schade, in einer praktisch leeren Kirche vor ein paar frommen alten Frauen zu predigen. Er verfasste drei Katechismen, je einen für Kinder, für Erwachsene und für Theologiestudenten, die für die nächsten vier Jahrhunderte Bestseller in verschiedensten Sprachen werden sollten.

Lesen Sie ab dem 21.5. im zweiten Teil, wie Petrus Canisius den deutschsprachigen Raum für den katholischen Glauben nicht verloren geben wollte.

Mehr Gedanken und Informationen zu Petrus Canisius finden Sie im Podcast Spiritualität von Radio Horeb.

Petrus Canisius war mit seinem ausdrücklich an Kinder gerichteten Katechismus seiner Zeit weit voraus und damit auch gewissermaßen der Vorreiter für den 2011 erschienen Youcat (Kurzwort für youth catechism), den neuen Jugendkatechismus der katholischen Kirche – „anschaulich erklärt, innovativ präsentiert, offiziell bestätigt“ (www.youcat.org). 2018 erschien der Youcat for Kids, eine Einführung in den Glauben der Kirche für Kinder von acht bis zwölf Jahren und ihre Eltern. In diesem Video erfahren Sie mehr darüber.

Wie Petrus Canisius das für seine Zeit neuartige Medium des Buchdrucks zu nutzen wusste, so haben sich Menschen unserer Zeit aufgemacht, die frohe Botschaft von Jesus Christus auf digitalem Weg zu verbreiten. Hinweisen möchten wir auf das Come Holy Spirit-Webinar der Initiative Feuerstrom vom 14. – 16. Mai 2021 sowie auf die ONLINE-Pfingstexerzitien mit P. James Manjackal MSFS vom 21. – 23. Mai 2021.

Die nächsten Hochfeste stehen vor der Tür: Das Beten der Pfingstnovene zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gehört schon sehr lange zur Tradition unseres katholischen Glaubens. Gebetsintentionen für unsere Tage gibt es reichlich. Die Pfingstnovene kann auf verschiedene Arten und Weisen gestaltet werden. Anregungen dazu finden Sie z. B. in einer Broschüre der Charismatischen Erneuerung. Oder lesen Sie bei den Gebeten auf unserer eigenen Internetseite nach. Wir laden alle herzlich ein zum gemeinsamen Gebet um den Hl. Geist für uns, unsere Kirche und unser Land.

Gottes reichen Segen wünscht das Team von Christus in die Mitte – Erfurt.

Titelfoto: im Innsbrucker Dom, Burkhard Mücke, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons; Foto Petrus Canisius als Lehrer aus Julius Oswald SJ, Peter Rummel: Petrus Canisius – Reformer der Kirche; Festschrift zum 400. Todestag des zweiten Apostels Deutschlands; Foto Kirchenfenster GFreihalter, CC BY-SA 3.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0, via Wikimedia Commons

2021-04-21 | Drei Jubiläen

Happy Birthday

 

… aus gutem Grund etwas vorfristig, denn ein fast vergessener Wallfahrtsort in Thüringen feiert in neuer Gestalt am 15. Oktober 2021 seinen 15. Geburtstag.

Der neue Bildstock (Foto: R. Kümpel)

Das ist u.a. dem Engagement von Familie Gottwald aus Grimmenthal bei Meiningen zu verdanken. Angelika Gottwald fing 2005 in einem Vortrag von Dr. Johannes Mötsch Feuer, wie sie mir begeistert erzählte. Zahlreiche spannende Einzelheiten wie

  • Hintergrundwissen zu der „verschwundenen“ Originalmadonna und dem neuen Bildstock,
  • zum überraschenden Besuch von Nachfahren, die es ohne eine frühere Gebetserhörung gar nicht gäbe
  • sowie überhaupt zur Geschichte des eigentlich über 500 Jahre alten Wallfahrtsortes

weiß sie packend zu vermitteln. Davon erhielt ich eine Kostprobe beim Besuch des liebevoll eingerichteten Vereinszimmers im katholischen Gemeindehaus Grimmenthal am 25. März.

Gemeindehaus Grimmenthal
(Foto: R. Kümpel)

In unseren Newslettern werden wir im Laufe des Jahres weiterhin berichten. Bis dahin findet der interessierte Leser schon viel Interessantes hier: Muttergottes von Grimmenthal

„verschwundener“ Originalbildstock
(Foto: R. Kümpel)

Heute möchten wir jedoch – gemeinsam mit Familie Gottwald – schon von Herzen einladen zur Wallfahrt am 1. Mai 2021. Beginn ist 14.00 Uhr, sofern die pandemisch bedingten Bestimmungen es zulassen.

Für Anmeldungen nutzen Sie gern unser Kontaktformular oder eine Mail an: info@cim-erfurt.de .

Über eine weitere Jubilarin – mit Wurzeln in Dublin und einer „Tochter“ in Erfurt –weiß uns außerdem hier John Gledhill zu berichten, der einigen Lesern wohl gut bekannt ist:

Die Legion Mariens in Erfurt – ein persönlicher Bericht

Mit etwa 10 Millionen Mitgliedern ist die Legion Mariens die größte katholische Laienbewegung in der Welt, aber sie ist erstaunlicherweise fast unbekannt in den neuen Bundesländern. Es gibt nur ein einziges Treffen (Präsidium, das kleinste Glied) in diesen Ländern, und zwar in Erfurt. Dieses Jahr feiert die Legion, deren erstes Treffen am 7. September 1921 in Dublin stattfand, weltweit ihr hundertjähriges Bestehen.

Als ich zwanzig Jahre alt war, Engländer aus Huddersfield, bin ich in die katholische Kirche eingetreten und vier Jahre später, in die Legion Mariens in Huddersfield. Vor zwanzig Jahren bin ich nach Erfurt umgezogen und fünf Jahre später habe ich die Legion so vermisst, dass ich wieder eintreten wollte. In den alten Bundesländern liegt der Senatus, der ganz Deutschland vertritt, wobei ich diese Absicht äußerte, war aber mit der Antwort total erstaunt, dass es keine Mitgliedstreffen in den neuen Bundeländern gebe. Mitglieder der Legion hatten mehrmals als Team (peregratio pro Christo) Erfurt besucht, mit der Absicht ein Präsidium dort zu gründen, wobei diese Absicht ein großes Gebetsanliegen gewesen ist.

Bestimmt nicht durch Zufall, sondern durch Gottes Vorsehung und durch die Fürsprache unserer lieben Frau ist ein Präsidium hier in Erfurt erfolgreich gegründet worden und es floriert jetzt unter der Leitung von Matthias Hunold. Wir trafen uns mehrere Jahre im katholischen Waisenhaus in Erfurt, aber ich musste meine aktive Mitgliedschaft wegen der Krankheit meiner Frau aufgeben, und bin dann ein betendes Mitglied geworden. Als Witwer bin ich wieder aktiv in der Legion und wir treffen uns in der Kirche St. Lorenz jeden Mittwoch, um 18.00 Uhr. Wir beten fünf Gesätze des Rosenkranzes und planen die Arbeit für die nächste Woche z. B. Besuche in Altersheimen, Unterstützung von night-fever und andere missionarische Einsätze, wenn wir genügend Mitglieder haben. Jedes Mitglied versucht wenigstens zwei Stunden in der Woche für Jesus und Maria aufzuopfern. Das ist auch machbar für Mitglieder, die große familiäre und berufliche Verpflichtungen haben. Für Anfragen und weitere Informationen schreiben Sie bitte eine Mail an: legion.mariens.erfurt@web.de

Dr. John Gledhill (Vizepräsident des Präsidiums Mutter der Barmherzigkeit in Erfurt)

Als weiteres Jubiläum werden 2021 900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen gefeiert. Am 16. März fand dazu in Berkach (nur 20 Minuten entfernt von Grimmenthal) eine Festveranstaltung statt, die schon deshalb erwähnenswert ist, weil sie mehrere wichtige Persönlichkeiten des religiösen wie politischen Lebens zusammenführte.

Der Bürgermeister der Gemeinde Grabfeld  begrüßte in dem einzigartigen jüdischen Ensemble in Berkach den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, den Vorsitzenden der jüdischen Landesgemeinde, zwei Bischöfe sowie einen Thüringer Minister.

Den Festvortrag, die Grußworte, ein aufschlussreiches Interview mit den Bischöfen, Kurzfilme zur Tora und zur künftigen Begegnungsstätte in Berkach wie auch einen kleinen Einblick in Gebet, Musik und Lieder des Judentums enthält der Link oben:

Und freuen Sie sich nun zum Abschluss des heutigen Newsletters auf den schon vor längerem angekündigten Beitrag über Parallelen zwischen Gebet und Sprachentwicklung in der Katechese Sprache und Gebet sowie den neuen Podcast von Kaplan Münnemann zum Kapitel 3 des Markusevangeliums:

Im tiefsten Inneren sind alle diese einzelnen Beiträge durch zwei entscheidende Grundfesten unseres Glaubens miteinander verbunden, durch zwei der fünf Steine aus Medjugorje: Gebet und Lesen der Heiligen Schrift.

In allem finden Sie, so hoffen wir, Anregungen für Ihr persönliches Glaubensleben im Monat April/Mai. Vielleicht setzen Sie das Gespräch mit Gott ja auch ganz zeitnah um, wenn in Ihrem Umfeld am 24./ 25. April Anbetungszeiten angeboten werden, um beim Herrn Arbeiter für Seinen Weinberg zu erbitten.

Zur Veröffentlichung wurden uns folgende Möglichkeiten öffentlicher Anbetung zugesandt:

OrtKircheZeit
DingelstädtSt. GertrudSo, 25.04.21    16-18.00 Uhr
  teilweise gestaltete Anbetung
StotternheimSt. Marien24.-25.04.21   18-18.00 Uhr
Bad LiebensteinSt. KilianSa, 24.04.21    18-23.45 Uhr

Wer glaubt, ist nie allein!

Gottes Segen und eine tiefe innere Freude für die verbleibende Osterzeit Ihnen allen!

Ihr Team CiM Erfurt


Titelfoto: Pixabay, DarkmoonArt_de

2021-03-10 | Zella & ältestes Kloster des Abendlandes

Zella/Rhön und das älteste ununterbrochen existierende Kloster des Abendlandes in CH-1890 Saint-Maurice (Wallis) liegen geografisch nicht so dicht beieinander, wie es die Überschrift vermuten lässt. Fast 700 km trennen die beiden Orte. Dennoch sind sie näher beisammen als man denkt.

Mariä Himmelfahrt in Zella/Rhön

Die beiden „Schwestern“ haben noch ein rekordverdächtiges drittes „Geschwisterkind“ im französischen Avignon. Dort begann im Jahre 1226 die 24/7-Anbetung, wie wir sie heute bezeichnen. Sie dauerte stolze 500 Jahre an, bis die Französische Revolution ihr Ende verursachte.

Im nachfolgend aufgeführten Video können sich Alpenfreunde für eine Pilgertour auf der 4.100 km langen Via Alpina Sacra inspirieren lassen. Weniger Wanderbegeisterte spulen einfach etwas vor zu den interessanten Fakten über das älteste ununterbrochen existierende abendländischen Kloster:
Das älteste Kloster des Abendlandes und 24/7 Gebet? – Hermit & Hog Via Alpina Sacra 47
Was im Jahr 515 in St. Maurice begann und als Tradition der katholischen Kirche in Zella/Rhön noch heute in Teilen gepflegt wird – ist der „Tag des ewigen Gebetes“.

Anbetung: Mariä Himmelfahrt – Zella/Rhön, 21.2.2021

In ihrer schönen Barockkirche gestalten katholische Gläubige aus den umliegenden Gemeinden noch immer am ersten Fastensonntag einen solch besonderen Gebetstag. So auch im Jahr 2021!!
Fotos (aus Datenschutzgründen leider hier nicht möglich) würden belegen, dass die Kirche über Stunden hinweg gut besucht war – unter Einhaltung der gebotenen Abstände.

Für die auswärtigen Besucher der Hl. Messe stand gleich im Anschluss daran eine Stunde zur Verfügung, um noch bei Jesus zu verweilen und ihre persönliche Beziehung zu ihm zu vertiefen.

Danach folgte eine Stunde stiller Anbetung, die in eine weitere mit Lobpreis und Gebet überging. Nach der schon so lang andauernden Gesangs-Enthaltsamkeit war das eine nicht in Worte zu fassende Erfahrung: Jesu Gegenwart genießen und sich fallen lassen in seine Liebe, sanft begleitet vom Live-Gesang eines Duos nebst eigener Instrumentalbegleitung! (Eine Empore sorgte für Regelkonformität!) Der abschließenden festlich gestalteten Andacht musste ich aus verschiedenen Gründen leider fernbleiben. Allen Organisatoren und Mitbetern hätte ich von Herzen gern gedankt und sie ermutigt, sich und anderen eine so unvergessliche Zeit mit dem Herrn bald wieder einmal zu gönnen. Gern würde ich dafür erneut eine „kleine Thüringenrundfahrt“ auf mich nehmen. So dachte ich vor zwei Wochen. Dank und Ermutigung bleiben! Aber die ersehnte nächste Begegnung mit Jesus in der ausgesetzten Monstranz kommt nun doch viel schneller als erwartet:

Vatikan: „24 Stunden für den Herrn“ findet statt – Vatican News

St. Elisabeth in Eisenach bringt sich vom 12.3.2021 bis 13.3.2021 ( 17-17 Uhr) in diese weltweite 24-h-Gebetszeit ein!

  • Wir geben unserem Herrn die Ehre,
  • suchen in allen Nöten der Zeit und unseres Lebens seine barmherzige Gegenwart und Hilfe,
  • beten und bitten auch für all jene, die diese großartige Möglichkeit noch nicht kennen.

Herzliche Einladung an alle aus Nah und Fern, in dieser Zeit gemeinsam mit der Patronin unseres Bistums und der Gemeinde von Eisenach für unser Land und seine Menschen zu beten!

Nutzen Sie dazu gern das Rosenkranzgesätz für unser Bistum.

Wer schon weiß, wann er/sie in Eisenach eine bestimmte Zeit des Gebetes einsetzen möchte, kann das gern mitteilen unter: 0152 244 86 207 oder über unser Kontaktformular.

Kloster Hülfensberg, Eichsfeld

Für Beter und Suchende gleichermaßen könnte auch das Franziskanerkloster Hülfensberg im Eichsfeld ein mehr oder weniger nahe gelegener Anlaufpunkt sein/werden:

https://www.huelfensberg.de/gottesdienste/staendige-gottesdienste

Näheres über diesen beliebten Wallfahrtsort in Thüringen erfährt man auch bei Radio Horeb am Donnerstag, 11.3.2021 um 14 Uhr.

Wenn Sie – in Absprache mit Pfarrer / Gemeinderat – im Menü Veranstaltungen oder im CiM-Newsletter gern Angebote aus Ihrer Gemeinde mit vielen teilen möchten, dann schicken Sie ganz einfach eine Mail oder nutzen unser Kontaktformular. Wir freuen uns darauf!
So kann angedachte Vernetzung wachsen, auf ein breites Fundament gestellt und konkret werden.

Da wir uns momentan in der Fastenzeit befinden, noch eine kleine abschließende Anmerkung:

Das Wort fasten gibt es in gleicher Schreibweise (bekanntlich) auch als englisches Verb. Allerdings wird das A darin lang ausgesprochen, und es bedeutet festmachen. Wir wünschen Ihnen und uns allen – gerade in diesem Jahr – viele gute Gelegenheiten, um Glaube und Leben an unserem Herrn Jesus Christus festzumachen. Dabei begegnen wir uns vielleicht in St. Elisabeth Eisenach oder an anderen Orten gelebten Glaubens.

Oder Sie lassen sich von Kaplan Münnemann inspirieren, Jesus auf Ihre ganz eigene persönliche Weise zu begegnen im Kapitel 2 des Markusevangeliums:

Im Gebet verbunden sowie mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen für Sie und Ihre Lieben!

Ihr Team von Christus in die Mitte! – Bistum Erfurt

Titelbild von David Eucaristía auf Pixabay
Sonstige Fotos von R. Krümpel und L. Drößler

2021-02-06 | Welcher Stein darf es denn sein?

Wir haben uns für einen der „5 Steine aus Medjugorje“ entschieden:
LESEN IN DER BIBEL.
Genauer gesagt, möchten wir dem aktuellen Lesejahr B folgen und uns näher mit dem Evangelium nach Markus befassen, welches wir verstärkt in den Sonntagsmessen hören werden.

Mancher Leser teilt möglicherweise unsere Erfahrung, dass Hintergründe zur jüdischen Lebenswelt sehr hilfreich sein können für das tiefere Verstehen bestimmter Textstellen. So wuchs der Gedanke an eine Impulsreihe, die nun konkrete Gestalt angenommen hat.

12 kurze Hörbeiträge möchten – auf die einzelnen Monate des Jahres verteilt – Zusammenhänge des Evangeliums aufzeigen bzw. da und dort einen Blick auf bestimmte jüdische Wurzeln hinter mancher Textstelle werfen. Das könnte auch als kleiner Beitrag zu „900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen“ gesehen werden.

Neben dem Wissensaspekt steht der Wunsch, Appetit auf mehr zu bekommen und dabei den eigenen „Lieblingsstein“ oder sogar mehrere davon zu finden. Denn wer auf diese Steine aus dem Wort Gottes baut, hat Halt im Leben. Was brauchen wir mehr in diesen Zeiten??

Herr Kaplan Thomas Münnemann, tätig in Dingelstädt (Eichsfeld), hat sich dankenswerterweise für das gesamte Vorhaben zur Verfügung gestellt. Einige wesentliche Stationen seines Lebens sind: geboren am 18.03.1991 im Eichsfeld / Studium in München und Erfurt / 2017 Priesterweihe /
Primizspruch:

„Wer das Heilige heilig hält, wird geheiligt,
und wer sich darin unterweisen lässt,
findet Schutz.“

(Weish 6.10)

Lassen wir Kaplan Münnemann nun zu Wort kommen!:

Kaplan Thomas Münnemann: Das Markus-Evangelium:

Auch schön: Die Minikatechese zum morgigen Evangelium (7.2.2021) am 5. Sonntag im Jahreskreis B (Markus 1,29-39) von Dr. Nina Heereman: Link.

Viel Freude und Gewinn beim Zuhören sowie den Segen Gottes dafür wünscht
das Team von Christus in die Mitte! – Erfurt

Alle Fotos von: Pixabay

2021-02-02 | Atemberaubend unterwegs im Online-Express

… im Online-Express von WIEN nach SELFKANT-Süsterseel, MARIENFRIED und MEDJUGORJE – so durfte ich die Tage seit vergangenem Donnerstag bis Sonntag erleben.

An Bord zu bleiben war keineswegs selbstverständlich, denn eine ausgerechnet an diesem Wochenende andauernde Störung von Internet und Telefon musste überbrückt werden. Wer da wohl seine Hände im Spiel hatte???
Doch im Sinne des Liedverses „Gott du bist größer, Gott du bist stärker, Gott du stehst höher als alles andre! Gott … starker Befreier …“ lief dann per Handy alles wie am Schnürchen!!! Dank sei Gott!!!

Auf meiner ersten Station begegnete mir am Donnerstag und Freitag Dr. Johannes Hartl mit seinen Vorträgen in Heiligenkreuz vor künftigen Priestern. Seine für mich neuartigen und beachtenswerten Darlegungen zur gegenwärtigen Situation von uns Christen und zu möglichen Auswegen würde ich gern überschreiben mit dem Buchtitel: „Kleiner Mann, was nun?“ (Hans Fallada)

Hier können Sie alle 3 Vorträge von Dr. Hartl anschauen:
1. Vortrag. Eine neue Kultur: https://www.youtube.com/watch?v=RnOhsVnl6-M
2. Vortrag. Eine neue Sprache: https://www.youtube.com/watch?v=GbpYqbormN8
3. Vortrag. Neue Veranstaltungsformate: https://youtu.be/4IB05oYrx9Y

Danach hieß es, zügig die nächste Station anzupeilen – die Kirche in Selfkant-Süsterseel im äußersten Westen der Republik, wo ab Freitag 20.00 Uhr schon andere Teilnehmer des Seminars LEBEN IM GEIST sowie Pastor Bohnen, Pastor Wieners und Pastor Meyer zum Empfang bereitstanden – begleitet von einem starken Team!
Dieser Abend sowie die beiden folgenden Tage waren von einer solch spirituellen Dichte, dass mir selbst einen Tag danach noch immer kein anderes Wort über die Lippen kommt außer DANKE, DANKE, DANKE und der Psalmvers: „Herr, lass nicht ab vom Werk deiner Hände!“
Wer nach dem Grund dafür forschen und sich ebenfalls einbeziehen lassen möchte in den Lobge-sang auf unseren dreifaltigen Gott, der wird über die folgenden Links garantiert fündig, die zu den Impulsen des Seminars führen:

Alle Infos: https://www.kirche-selfkant.de/leben-im-geist-seminar-29-31-januar-2021/
1. Impuls: Wie kann ich Gott erfahren?: https://youtu.be/wu8_bAbq-2o
2. Impuls: Was hat Jesus für mich getan?: https://youtu.be/UFgc2lNBS68
3. Impuls: Was will der Heilige Geist in meinem Leben tun?: https://youtu.be/Y_VuaxGzKik
4. Impuls: Wie kann ich Gottes Geschenke annehmen?: https://youtu.be/GNDmRnNDuY4
5. Impuls: Wie kann ich den Heiligen Geist empfangen?: https://youtu.be/TSbc9UEW-RU
6. Impuls: Was hilft mir, im Glauben zu wachsen?: https://youtu.be/ZVM4v2-4CRs
7. Impuls: Wie lebe ich heute als Christ?: https://youtu.be/UXFr3WJEj88

Ein geplanter „Seitensprung“ zur Alpha-Online-Konferenz am Samstag musste leider entfallen – nicht aus Datenschutz-, sondern aus Datenvolumengründen. Aber der Besuch lässt sich ja nach-holen. Die besondere Überraschung während dieser Konferenz kam dennoch am gleichen Abend per WhatsApp zu mir: Nämlich der Link zum ersten deutschlandweiten Alpha-Online-Kurs. Jeder (!) kann da online teilnehmen: alpha-fuer-alle.org
Und hier noch das Interview mit Nicky Gumbel – dem Gründer von Alpha – während der Konferenz: https://vimeo.com/506015202/dd92d07778

Während der Pausen in Selfkant (Samstag und Sonntag) ging es flugs nach Marienfried bei Ulm zum Online-Kongress „40 Jahre Medjugorje“: https://www.medjugorje-kongress.de/
Ich kann Euch sagen: Mit ca. 5 Millionen Besuchern ein ganz schönes Gedränge im digitalen Raum! Übrigens kamen 2,5 Mio davon aus den deutschsprachigen Regionen. Überwältigend – dieses Bekenntnis zu Maria und ihrem Wirken für Jesus!
Doch nicht nur Zahlen waren es, die beeindruckten.
Eine erst vor 3 Jahren zum katholischen Glauben konvertierte Moderatorin meisterte souverän ihre Aufgabe. Entgegengebrachtes Vertrauen zahlte sich da sicherlich ebenso aus wie das mütterliche Wirken Mariens und die Hilfe des Heiligen Geistes.

Obwohl nur „Zaungast“ beim Kongress, erlebte ich doch aus meiner Sicht besonders wertvolle Beiträge. Da wäre z.B. Erzbischof Henryk Hoser zu nennen. Seit 2018 als Apostolischer Visitator für Medjugorje zuständig – wusste er aus erster Hand zu berichten , wie Medjugorje als Modell für die Neuevangelisierung der Welt wirkt, und welche „offensichtlichen Ähnlichkeiten“ zu Kibeho bestehen. Sehr klare Worte fanden m.E. auch Pater Miljenko Steko OFM oder Pfr. Dr. Richard Kocher.

„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“, sagt Paulus. „Kommt und seht!“ ist ein Wort Jesu. Beide möchte ich den Links zu den Vorträgen gern voranstellen.

Wenn mich jemand um ein Statement zu diesem ereignisreichen Wochenende fragen würde, könnte es vielleicht so lauten:

1. WOW!!! Gott spricht deutlich vernehmbar zu uns!!!

  • ER schaut auf Seine Kirche!
  • ER zeigt uns als Gemeinschaft gangbare Wege auf, wie wir uns als Glieder Seines Leibes Seiner verwandelnden / erneuernden Kraft anvertrauen!
  • ER bietet uns Seine Hilfe an im Heiligen Geist und in Maria!

2. An allen drei „Reisestationen“ begegneten mir (wohl nicht rein zufällig) die hilfreichen „5 Steine aus Medjugorje“:

  • EUCHARISTIE
  • SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG
  • FASTEN
  • GEBET / ROSENKRANZ
  • LESEN IN DER BIBEL

3. Als Gesamteindruck bleibt für mich ein Wort der Bibel:

„Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, …“

(Jes 43,19)

Allen Lesern wünsche ich viel Freude beim Entdecken und/oder Vertiefen!


Bildnachweise
1. Bild: Lokomotive auf Pixabay
2. Bild: Offene Tür: Bild von Pexels auf Pixabay
3. Bild: Kirche in Süsterseel. Foto von A. Vogg
4. Bild: Homepage der Alpha-Konferenz 2020/2021
5. Bild: Medjugorje, hinter der Pfarrkirche. Foto von A. Vogg
6. Bild: Kletterhilfe am Berg auf Pixabay
7. Bild: Keimling auf Pixabay

2021-01-10 | Ausblick 2021 / Pilgertagebuch Teil II

Wir wissen nicht, was das Jahr 2021 bringt.
Aber wir wissen, WER es hält: Jesus!

REA

Wenn auch das meiste noch verborgen ist, so wissen wir doch um einiges, das unseren christlichen Glauben und das Miteinander in diesem vor uns liegenden Jahr prägen wird:

  • Dem heiligen Josef wurde es am 08.12.2020 von Papst Franziskus gewidmet.
  • Die Gottesmutter Maria wird uns u.a. anlässlich bedeutsamer Jahrestage begegnen:
    • → 40 Jahre Medjugorje (Juni)
    • → 40 Jahre Kibeho (November)
    • → 60 Jahre Garabandal (November)
    • → 490 Jahre Guadalupe (Dezember)
    • → 25 Jahre Radio Horeb (Dezember)
    • → Der hl. Papst Johannes Paul II. wird Patron des Fatima-Apostolats (Frühjahr 2021).
  • Internationaler Eucharistischer Kongress Budapest, 05.-12.09.2021
  • Heiligtumsfahrt Aachen, 18.-28.06.2021

Diese Krippendarstellung entspringt einer Initiative von Geschäftsleuten aus Brotterode, einen Adventskalender in ihren Schaufenstern zu gestalten (2020).
Mit viel Mühe und Liebe hat sich eine Familie des „Türchens“ für den 24.Dezember angenommen und aus dem inzwischen als private Hauskapelle umgebauten Verkaufsraum diese fast begehbare Weihnachtskrippe entstehen lassen.
Die in ihr sichtbar gemachten mächtigen Fürsprecher stehen ihnen und uns gewiss gern ganzjährig zur Seite: Der heilige Josef, die ihm damals anvertraute Gottesmutter Maria und ihr göttliches Kind, das uns den Frieden gebracht hat! Jesus Christus ist auch in diesem Jahr dafür DER Garant. Und wann immer wir uns in den kommenden Monaten vom Himmel beschenkt sehen werden, erleben wir ein kleines Weihnachten.
Deshalb dürfen wir auch froh nochmals zurückblicken. Zum Dank für 75 Jahre äußeren Frieden hatten wir die Nationale Fatima Pilgermadonna zu uns eingeladen.

Pilgertagebuch: Teil II

Im Newsletter vom 19.12.2020 findet sich eine Skizze zu den Pilgerstationen.
Daraus wird ersichtlich, dass sich Maria gerade die ehemals „heiße“ Grenzregion zwischen NATO und Warschauer Pakt ausgesucht hatte – passend zum Motto ihrer Pilgerreisen im Jahr 2020!

„2021-01-10 | Ausblick 2021 / Pilgertagebuch Teil II“ weiterlesen

2020-12-19 | Aus Liobas Pilgertagebuch

Fatima.

Mit Vorfreude auf das Kommen der Fatima Pilgermadonna habe ich mich am Mittwochmorgen, dem 04.11.2020 in Begleitung eines Freundes auf den Weg nach Diemelstadt begeben. 1 3/4 h sollte die Fahrt laut Navi dauern … aber es fing schon kurz nach Eschwege mit einer Umleitung an … In Gedanken im Gebet: ‚Muttergottes, DU machst das schon, du zeigst mir den Weg!‘ ging es dann nach dem zähen Anfang doch recht zügig. So zügig, dass mich noch ein Blitzer erwischte.

An der Autobahnraststätte trafen wir Herrn Georg Glasmacher, der uns herzlich begrüßte und mir eine kurze Einweisung gab. Innerlich sehr bewegt nahm ich die Pilgermadonna in Empfang, und wir setzen uns gen Heimat in Bewegung. Mit meinem Begleiter betete ich gemeinsam einen Rosenkranz für seine Familie.

Sehr froh, dass ich „heil“ daheim angekommen war, bekam die Fatima Pilgermadonna zunächst ihren Platz in der Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Großbartloff, wo am Abend eine Andacht zu ihr gebetet wurde. Wir hatten eigens dafür einen schnell aufbau- und wiederverwendbaren Hintergrund gestaltet aus hellblauem Organzastoff. Ich hoffe, dass dies nicht nur den Beterinnen und Betern gefallen hat, sondern auch unserer lieben Muttergottes.

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