Newsletter

2022-09-06 | Das Kreuz geht vorweg…

von Heyerode bis Hildburghausen durch Thüringen und das Bistum Erfurt, und wir beten dabei immer für unser Thüringer Land und für unsere Kirche.

So begegneten mir Teilnehmer der Eichsfeld-Wallfahrt nach Vierzehnheiligen – echt emotionale Momente, da ein öffentlich durch meinen Heimatort getragenes Kreuz schon außergewöhnlich ist.

In diesem Jahr war es die 25. Pilgerwanderung, und weiter schrieb Herr Diakon Lang nach der Rückkehr:

Seit der Wiederbelebung der Fußwallfahrt im Jahr 1998 haben sich drei Wallfahrtsgruppen etabliert, zwei Fußgruppen und eine Fahrradgruppe. Für die Fußgruppen beginnt die Wallfahrt jeweils mit dem Treffen der Gruppe am Abend des Fronleichnamsfestes bzw. am Abend des Freitags nach Fonleichnam.

Sie starten um 24 Stunden versetzt. Die Fahrradgruppe startet am Sonntag nach Fronleichnam. Alle drei Gruppen treffen sich am Freitag der Folgewoche unterhalb von Vierzehnheiligen und erreichen dann gemeinsam ihr Wallfahrtsziel mit dem Einzug in die Basilika Vierzehnheiligen. Am Abend gibt es eine gemeinsame Eucharistiefeier. Anschließend genießen die Wallfahrer in ihren jeweiligen Gruppen den Ausklang der Fußwallfahrt. Mit einer Eucharistiefeier in der Basilika am Samstagvormittag findet die Wallfahrt ihren festlichen Abschluss. (mehr lesen)

Die Heimreise gestaltet sich unterschiedlich. Einige Wallfahrer werden mit PKW abgeholt, der Großteil aber fährt per Bahn.

Die Unterkünfte unterwegs sind gewollt spartanisch in Gemeindehäusern (katholisch wie evangelisch)oder auch in Schulgebäuden. Geschlafen wird auf Iso-Matten, Luftmatratzen, Feldbetten etc. und Schlafsack, die sich jeder Teilnehmer selbst mitbringt.

Ein Begleitfahrzeug für jede Gruppe transportiert die Sachen, nötiges Gepäck und Verpflegung. Über Tag trägt jeder Teilnehmer seinen Tagesrucksack selber. Die Tagesetappen variieren zwischen ca. 22 – 38 km. Unterwegs gibt es Pausen zu Verpflegung, geistlicher Puncta, Gottesdienst und Mittagsruhe. Wichtig im Unterwegssein sind auch tägliche Schweigezeiten und das Rosenkranzgebet.

Die Finanzierung der Wallfahrt wird ganz aus den Teilnehmerbeiträgen bestritten, derzeit 100,00 €/Person plus mitgebrachte Naturalien. Übernachtung im Diözesanhaus in Vierzehnheiligen von derzeit 24,50 €/Person sowie die Kosten für die Heimreise kommen noch hinzu.

Die Wiederbelebung der Fußwallfahrt der Eichsfelder nach Vierzehnheiligen ist rein aus einer Laieninitiative. Für jede Gruppe gibt es jedoch einen geistlichen Begleiter.

Falls einige Interesse zur Teilnahme an dieser Wallfahrt haben, können diese sich gern über mich oder auch über Herrn Heiland melden. Alles weitere kann dann geregelt werden.

(Winfried Lang, Heiligenstadt)

Kontakt für Interessenten zur Teilnahme an der Eichsfeld-Wallfahrt: helmutheiland (at) gmx.de

Im deutschsprachigen Raum hat die Initiative Children`s Rosary inzwischen Fuß gefasst. Ein Begleitheft in deutscher Sprache sowie Folien zur Vorstellung in der eigenen Gemeinde stehen zur Verfügung. Darüber berichten wir im nächsten Newsletter: „Papst Franziskus hat der Kinderrosenkranzbewegung im April 2021 zu Ehren ihres zehnjährigen Bestehens seinen päpstlichen Segen erteilt.“ (Empfehlungen – Kinderrosenkranz)

Weitere interessante überregionale Veranstaltungen, besonders diese:

Allen Lesern einen herzlichen Gruß nach der Sommerpause!

Roswitha Kümpel

Titelbild: R. Kümpel

2022-06-29 | Mein Gott, mein Gott, ich bitt` durch Christi Blut…

…dieser Liedvers – von meiner Großmutter öfter gehört – fiel mir im Alter von 50 Jahren in einer sehr schwierigen Lage ein. Da hatte mein Glaubensleben noch gar nicht begonnen. Über Bedeutung und Kraft des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus wusste ich reinweg gar nichts. Aber mein verzweifelter Schrei nach Hilfe, so meine ich sagen zu dürfen, wurde gehört. Dank sei Gott! Und Dank auch nachträglich an meine Oma, die ihren Glauben vor uns nicht verborgen hielt.

Es ist für mich kein Zufall, dass mir diese Begebenheit aus meinem Leben kürzlich wieder in den Sinn kam. Anlass dafür war das Buch „Im Namen des kostbaren Blutes“ aus dem fe-Verlag, in dem es um die Botschaften von Sievernich geht (kommentiert von M. Hesemann – „ohne dem endgültigen Urteil der Kirche vorgreifen zu wollen“).

Auf dieses Buch wiederum stieß ich im Vortrag von M. Hesemann in der Gebetsstätte Heroldsbach.

Radio Horeb bietet schließlich noch diesen Beitrag mit wertvollen (neuen) Informationen zum Heiligen Blut Jesu, dem der bevorstehende Monat Juli gewidmet ist und das ehemals am 1. Juli mit einem gesonderten Fest geehrt wurde.

Vielleicht schenkt die Urlaubszeit Möglichkeiten, sich mit dem einen oder anderen Beitrag zu befassen. Wir Menschen unserer Zeit brauchen den Schutz des kostbaren Blutes Jesu. Bitten wir darum und vertrauen wir uns seiner gewaltigen Wirkmacht an.

Neue Anregungen für glaubensstärkende Angebote in den nächsten beiden Monaten finden sich unter der Rubrik Termine.

Eine erholsame und gesegnete Ferienzeit wünsche ich allen Lesern und grüße recht herzlich,

Roswitha Kümpel

Titelbild: Wikicommons

2022-06-15 | Komm mit nach Medjugorje!

Eine Leserin meldet sich zu Wort:

Medjugorje ist ein Gnadenort, der besonders einlädt, das eigene Leben zu betrachten. Er wird auch der Beichtstuhl der Welt genannt. Viele Menschen erfahren ihren Lebenssinn dort neu und ändern ihr Leben zum Guten. Sie richten es neu auf Gott aus.

Das ist auch die Bitte der Königin des Friedens, wie sich die Gottesmutter dort vorgestellt hat:

Meine lieben Kinder, wenn ihr nicht zu Gott und zu Seinen Geboten zurückkehrt, habt ihr keine Zukunft. Deshalb hat Er mich zu euch gesandt, um euch zu führen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!

Auszug aus der Botschaft vom 25.02.2022 an die Seherin Marija Pavlovic Lunetti

So erleben unser Pilgerleiter Gerhard Robel, wie auch ich und unzählige Menschen Medjugorie als „Tankstelle für die Seele“. Kein Urlaub sonst bietet diese Möglichkeit der „inneren Einkehr“.

Die Menschen in Medjugorje leben bewusst sehr gläubig und bescheiden und laden uns dazu ein. Auf dem Heimweg denke ich immer darüber nach, wie reich sie sind – nicht an materiellen Dingen, aber im Vertrauen auf Jesus und María und im Dienst der Nächstenliebe.

Diese Reisen sind eine unendliche Bereicherung für mein Leben. Darum lade ich alle Interessierten herzlich ein, bei unserer Pilgerfahrt dabei zu sein.

Ca. 10 Plätze sind noch frei.

Herzliche Segensgrüsse
Claudia Kleiner

Titelbild: Pixabay

2022-05-28 | Der Engel des Friedens, Elischa und Naaman, der Syrer…

…scheinen zunächst nicht wirklich etwas gemeinsam zu haben. Sind doch Elischa und Naaman im Alten Testament verortet, der Engel von Fatima hingegen erscheint in unserer jüngeren Geschichte. Genauer formuliert: im Jahr 1916, vor 106 Jahren also, und dazu noch in Europa.

In 2 Könige 5 lässt sich das Geschehen um Naaman leicht ins Gedächtnis rufen.

Zum Engel des Friedens hört man mehr in einem empfehlenswerten Beitrag auf Radio Horeb.

Was aber legt nun einen Bezug der beiden zueinander nahe?

Das empfohlene siebenmalige Untertauchen im Jordan als Mittel zu seiner Heilung stufte Naaman zunächst als zu simpel ein. Jedoch besiegte er schließlich seinen Stolz, folgte dem Rat Elischas und dem eines seiner Untergebenen. Der Segen Gottes ließ echt nicht auf sich warten! Die zugesagte Heilung trat unverzüglich ein.

Der Engel des Friedens lehrt die Kinder mitten in den Wirrnissen des Ersten Weltkrieges,

  • Gott anzubeten,
  • durch Gebet Sühne zu leisten
  • und Opfer zu bringen.

So werdet ihr den Frieden auf euer Land herabziehen … Die Herzen Jesu und Mariens erwarten eure flehentlichen Bitten.“

Aus der Botschaft des Engels in Fatima

Diese Worte zitiert Pfarrer Jörg Fleischer in dem o.g. Beitrag. Außerdem erwähnt der Referent die Bitte von Papst Franziskus am 25. März diesen Jahres (während der Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens), dass alle Gläubigen diese Weihe für sich und ihre Familien vollziehen mögen. Hier gibt es dazu konkrete Informationen und hilfreiche Tipps.

Betet täglich den Rosenkranz für den Frieden.

Aus der Botschaft Mariens in Fatima

Mit dieser Bitte erschien den Kindern schließlich von Mai bis Oktober 1917 Maria selbst. Man liest und hört es. Doch Hand auf`s Herz – ist Rosenkranz nicht langweilig oder gar simpel? Und sind Erscheinungen von Engeln, Sühne, Opfer und Weihe überhaupt noch zeitgemäß?

Nun, die Antwort auf diese Fragen muss wohl jeder für sich selber finden. Viele Menschen unseres Landes haben das angesichts von Pandemie und einem nicht für möglich gehaltenen Krieg mitten in Europa schon getan. Zahlreiche Städte, in denen sich Gläubige seit Ende 2021 jeden Mittwoch regelmäßig zum Rosenkranzgebet treffen, findet man hier – auch aus Thüringen. Ist Deine/Ihre Stadt schon eingetragen?

Papst Benedikts Worte am 13. Mai 2010 in Fatima erscheinen gegenwärtig wie in einem ganz neuen Licht mit Signalwirkung:

Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet ist, der irrt sich.“


In „St. Elisabeth“ Eisenach gibt es deshalb im Juni bereits den 4. Herz-Mariä-Sühnesamstag. Wieder ab 16 Uhr. Herzliche Einladung an alle, sich dem Rosenkranzgebet vor Ort anzuschließen oder aber in der eigenen Gemeinde beginnen, die Bitte Jesu und Seiner Mutter Maria in unserer Zeit wieder zu erfüllen.

Neue Termine enthält der Menüpunkt Veranstaltungen.

Uns allen einen gesegneten Start in den Herz-Jesu-Monat Juni.

2022-05-13 | Und während er sie segnete, verließ er sie… (Lk 24,51)

Erstaunt, ratlos, fragend, besorgt, flehend, … so zeigt uns der Künstler die Jünger, während Jesus vor ihren Augen in den Himmel emporgehoben wird. Dass der Herr sie dabei segnet, scheint in diesem Moment nicht allen gleichermaßen aufzufallen.

Vermutlich kennen wir ebenfalls Tage, an denen man sich in dieser Situation der Jünger fast „wie zu Hause“ fühlt. Wie gut tut es dann, wenn uns jemand ein Wort Jesu zuzusprechen weiß:

  • Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! (Joh 14,1)
  • Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. (Joh 14,18)
  • Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt. (Joh 16,33)
  • Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage … (Mt 28,20)
Foto: privat

Am diesjährigen Fest Christi Himmelfahrt darf sich auch die kleine Kapelle endlich wieder als ein Ort der Kraft, Zuversicht und der Begegnung erweisen. „Röm. kath. Wallfahrtskapelle Borxleben“ – so lautet der Schriftzug über dem Eingang.

Sie wurde 2019 am Himmelfahrtstag geweiht und seither zu einem vertrauten Zufluchtsort für Christen unterschiedlicher Denomination, aber auch für nicht konfessionell gebundene Menschen aus dem näheren Umfeld von Borxleben. Davon zeugen zahlreiche Kerzen, die dort regelmäßig angezündet werden. Das und vieles mehr wissen die Erbauer zu berichten – das Ehepaar Etzrodt, das vor Jahren zum katholischen Glauben konvertierte, zum Dank für Fügungen im Leben diesen Gebetsort aus eigenen Mitteln erbaute und seither ganzjährig liebevoll betreut.

Foto: privat (Innenraum der Kapelle)

Vielleicht ist ja ein Besuch der Andacht am 26. Mai 2022 ein Tipp für das eigene Erkunden dieses besonderen Ortes in unserem Thüringer Land. Auf dem Programm stehen:

  • 13.00 Uhr Andacht,
  • danach bis 17.00 Uhr Blasmusik, Leckeres vom Rost und Gelegenheit zur Begegnung.

Wegbeschreibung:

Uns allen eine segensreiche Feier des Festes Christi Himmelfahrt im Vertrauen auf die Zusage unseres Herrn Jesus Christus:

Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind,
da bin ich mitten unter ihnen.

(Mt 18,20)

2022-04-26 | „Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt“ (Paul VI.: Enzyklika Mense Maio)

Dieses Papstwort bewahrheitete sich einmal mehr an dem bewegenden Abend des 22. April (siehe Foto). Dort machte die vor 55 Jahren von P. Paul VI. gesegnete Nationale Fatima Madonna ihren ersten diesjährigen Thüringen-Besuch.

Maria wurde in einer Andacht von zahlreich versammelten Gläubigen sehr würdevoll geehrt und war anschließend während gut zwei Stunden Fürsprecherin bei Ihrem im Allerheiligsten Altarsakrament gegenwärtigen Sohn. Am Samstag begleitete sie sogar ein Brautpaar beim Start in sein gemeinsames Leben.

Den drei Tagen in Zella folgen noch sechs weitere Orte – fünf davon hat sich die Gottesmutter zum ersten mal ausgewählt. Orte und Termine findet man hier.

Foto: Pixabay

Persönliche Begegnung mit Jesus im Allerheiligsten Altarsakrament ist ebenfalls wieder möglich in „St. Marien“ Stotternheim – 30. April bis 1. Mai. Details enthält unser Menüpunkt Termine. Am Samstag von 9–12 Uhr wird die Pilgermadonna dort zugegen sein.

Uns allen einen gesegneten Start in den Marienmonat Mai!

Titelfoto: „Mariä Himmelfahrt“, Zella/Rhön (Foto: privat)

2022-02-22 | „Jesus nahm den Blinden bei der Hand, führte ihn vor das Dorf hinaus…“ (Mk 8,22)

Es ist gut, wenn wir uns zum Gebet herausnehmen lassen, um frei von Ablenkung zu sein. Kirchen, Klöster, Wallfahrtsorte, … sind daher für uns unersetzliche Rückzugsorte. Einen solchen fand ich 2019 in „Maria Waldrast“ auf gut 1600 Metern Höhe.

Neugier weckte gleich bei meiner Ankunft das Datum an der Kapelle, dem Hl. Peregrin geweiht. Noch erstaunter war ich über das Datum des Hauptfestes des Servitenordens. Denn beide Tage sind wichtige in meinem Leben. Bei der Einladung zur Einkehr an diesem Ort hat offenbar der Himmel Regie geführt. Ein Weiterlesen auf: Serviten – Diener Mariens lohnt sich gewiss – wegen der besonderen Geschichte des in unseren Breiten doch eher unbekannten Hl. Peregrin, der Historie von Serviten-Klöstern in Deutschland, darunter in Thüringen, aber auch verschiedener Gebete wegen.

Gebetserhörungen zum Hl. Peregrin (Patron der Krebs- und Beinkranken) und zu Maria, der Schmerzensmutter (Hauptpatronin des Servitenordens) bezeugt ein reichlich mit Votivtafeln gefüllter Raum neben der Klosterkirche – u.a. mit zahlreichen nutzlos gewordenen Gehhilfen.

Ein Gebet zum Hl. Peregrin scheint in unsere gegenwärtige Situation besonders gut zu passen:

Heiliger Peregrin, du warst in deinen jungen Jahren ein Mann der Gewalt und der Intoleranz.
Dein Fanatismus und deine Selbstsucht machten dich blind für die Meinungen anderer.
Schließlich öffnete der heilige Philippus Benitius mit seinem Zeugnis der Versöhnung deine Augen für Gottes Friedenstraum und Jesu Gebot, einander zu dienen.
Wir erflehen deine machtvolle Hilfe, heiliger Peregrin, wenn wir uns heute für Frieden und Verständigung untereinander und in der Welt einsetzen.
Hilf den Regierenden der Nationen, vertrauensvoll und offen einander zuzuhören. Hilf der Kirche, ein Zeichen der Einheit in einer geteilten Welt zu sein.
Hilf jedem von uns, dass wir dem Friedensfürst eine Wohnung bereiten in unseren Familien, Gemeinschaften und in unseren Herzen. Amen.

Jesus sorgt bei der Heilung eines Blinden (Mk 8,22) für Ruhe und Abgeschiedenheit von der Alltagswelt. Ausscheren aus dem gewohnten Trott erleichtert es, IHN zu finden, Glaubensstärkung und Heilung zu erfahren.

Angebote für eine ganz persönliche Begegnung mit Jesus gibt es zeitnah auch wieder in unserer unmittelbaren Nähe:

  • 04.03. Bad Liebenstein
  • 05.03. Eisenach
  • 19./20.03. Eisenach (siehe auch hier)

Bisweilen ist es jedoch ebenso wohltuend wie hilfreich, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Insbesondere dann, wenn nach neuen Wegen für die eigene Gemeinde gesucht wird. Deshalb sei hier aufmerksam gemacht auf ein nicht alltägliches Dreigespann: Father James Mallon, Bischof Barron und Nicky Gumbel – online am 1.3.22 18-20 Uhr. Mehr zu diesem Highlight mit deutscher Übersetzung lesen Sie hier.

Im ersten Halbjahr wird uns Herr Martin Hohmann vom Priesterseminar Erfurt mit einer kleinen Katechesen-Reihe begleiten. Auf die erste Folge möchte der folgende Auszug ein wenig neugierig machen:

…am Guten festzuhalten, auch wenn wir dabei Verletzungen und Nachteile in Kauf nehmen müssen. Das kann geschehen im Rahmen von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, aber auch im Zusammenhang mit innerkirchlichen Streitigkeiten über die Frage: Was ist eigentlich heute für uns Christen „gut“ und „wahr“? …

Im Monat März stellen wir dann eine neue Gebets-Initiative in „St. Elisabeth“ Eisenach vor. Neues/Gutes/Hoffnungsvolles/… aus Ihrer Gemeinde dürfen Sie gern einreichen zum Vorstellen im Newsletter. Bitte schreiben Sie dazu über unser Kontaktformular.

Allen Lesern, Unterstützern und Freunden herzliche Grüße und einen gesegneten Start in die bald beginnende Fastenzeit,

Roswitha Kümpel

Titelbild: J. Kümpel

2022-01-31 | „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Hiob 19,25)

Dieses Wort aus der Heiligen Schrift soll den Auftakt für die Newsletter im Jahr 2022 bilden. Denn wie in Hiobs Leben scheint es gegenwärtig nur Dunkel zu geben, wenn wir auf Welt und Kirche schauen.

Doch unser Gott hat die Heilung bereits eingeleitet. Er ist selbst in die Geschichte eingetreten. Wir haben es durch die gesamte Weihnachtszeit hindurch gefeiert – und dürfen in jeder Heiligen Messe, in Zeiten der Anbetung oder des persönlichen Gebetes dankbar und gläubig annehmen, dass der auferstandene Christus uns mit einer Flut des Lichts entgegenkommt. Wir können uns z.B. hineinnehmen lassen in diesen Glauben mit dem folgenden Musikvideo:

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt – Lyric Video (YouTube)

Wenn wir in diesen Tagen nach lichterfüllten Seiten und katholischer Lehre suchen, dann sei eine neue Reihe von Radio Horeb empfohlen. Entweder bei Radio Horeb oder direkt hier:

Radio Horeb – Podcast Spiritualität: Priestersein und Taufe

Diesem ersten Vortrag entstammt auch das nachfolgende Gebet vom hl. Papst J. Paul II.:

Maria, mutige Jungfrau,
schenke uns Seelenkraft und Vertrauen auf Gott, damit wir alle Hindernisse überwinden, die sich der Erfüllung unserer Sendung in der Welt entgegenstellen.

Lehre uns, die Realitäten der Welt mit tiefem christlichen Verantwortungsbewusstsein zu behandeln – in der frohen Hoffnung auf die Ankunft des Reiches Gottes, des neuen Himmels und der neuen Erde.

Die du betend mit den Aposteln im Zönakel zusammen warst, um auf die Ankunft des Pfingstgeistes zu warten: erflehe, dass er sich erneut über alle Laien ausgießt, damit sie ihrer Berufung und als Reben des wahren Weinstocks, die bestellt sind, für das Leben der Welt reiche Frucht zu tragen, voll entsprechen.

Jungfrau und Mutter,
führe uns und stütze uns, damit wir immer als wahre Söhne und Töchter der Kirche deines Sohnes leben und so dazu beitragen, auf Erden die Zivilisation der Wahrheit und Liebe nach dem Wunsch Gottes und zu seiner Ehre aufzubauen.
Amen.

Auf alle Freunde der eucharistischen Anbetung wartet hier noch ein Angebot von Sr. Dr. Theresia Mende (Kloster Wettenhausen) – zur persönlichen Nutzung oder auch als Anregung für die Arbeit im Weinberg des Herrn in der eigenen Gemeinde.

Im Gebet verbunden und mit herzlichen Segenswünschen grüßt

Roswitha Kümpel

2021-12-09 | Zwei bis drei Priester in einem Dorf…

…das klingt für unsere Ohren wie ein Märchen, ist aber für Nigeria völlig real. So erzählte es mir Pater Stanley Ekwugha, als ich kürzlich bei ihm im Pfarrhaus zum Gespräch war. Erstaunen wandelte sich schnell in Verstehen, als wir über die Dimension eines Dorfes sprachen: 10–15 000 Menschen werden darunter gefasst. Damit relativierte sich die Aussage zur o.g. Anzahl von Priestern rasch.

Hauptsächlich drehte sich unsere Unterhaltung um Advent und Weihnachten in der so weit von Thüringen entfernten Heimat des Priesters.

Was ist aus Ihrer Sicht dem Weihnachtsfest in beiden Ländern gemeinsam, welche Unterschiede sehen Sie? Pater Stanley erzählt angeregt und meist lächelnd:

P. Stanley
  • In Deutschland feiert man Weihnachten vor allem in der Wohnung. Wir tun dies mit allen Verwandten im Freien, natürlich wegen der angenehmen Temperaturen.
  • Unser traditionelles Gericht zum Fest ist Reis mit Tomatensoße. Dazu werden Fleisch vom Huhn, einer Ziege oder Kuh gereicht – abhängig vom Wohlstand einer Familie.
  • Festkleidung darf ebenfalls nicht fehlen. Vor allem Kinder wären regelrecht beleidigt, wenn es keine neue Kleidung für sie gäbe.
  • Wir kennen auch Weihnachtskarten mit guten Wünschen. Sie werden jedoch persönlich überreicht. Briefmarken, Poststempel und -bote sind also nicht erforderlich.
  • Zu den Geschenken zählen vorzugsweise Palmwein, Geld, Reis, Tomaten, Seife, Creme oder Kleidung. Es kommt nicht selten vor, dass ein wohlhabender Mann für ein gemeinsames Essen recht vieler Menschen eine ganze Kuh verschenkt.
  • Häuser und Straßen werden sehr festlich geschmückt, ebenso ein Tannenbaum. Dieser ist aber verständlicherweise ausschließlich künstlicher Art.
  • „Silent night, holy night“ ist in Nigeria sehr beliebt. Doch klingen die vielen Lieder zum Hohen Fest in unserer Stammessprache Igbo tatsächlich etwas anders.
    Sie betonen den Jubel über die besondere Freude, die allen Menschen in der Geburt des Messias zuteil geworden ist und regen z.B. durch den Einsatz von Trommeln zum Tanzen und Klatschen an. Hier ein Beispiel.
(Quelle: wikipedia, Sprachen Nigerias)
  • Wie in Deutschland bauen wir Krippen auf. Jeder, der das Kind darin besucht, bekommt etwas weißen Puder auf die Hand, um sich damit Gesicht und Hals zu bestreichen. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass wir dem Jesuskind, dem Mensch gewordenen Sohn Gottes, unsere Liebe bringen. Denn das ist so Brauch bei uns für jedes Neugeborene in der Familie. Krippenspiele kennen wir in Nigeria nicht. Aber ich mag sie in Deutschland sehr.
  • Unsere Dörfer sind während der Weihnachtszeit voller Leben, während die Städte wie ausgefegt scheinen. Denn jeder, der es sich finanziell oder terminlich leisten kann, kehrt in den letzten Dezembertagen an den Ort seiner Vorfahren zurück, mit dem er untrennbar verbunden bleibt – bis hin zur Bestattung am Ende des Lebens. Neue Mitglieder der Familie lernen sich kennen und stärken ihre Verbundenheit untereinander.
    Auf diese Weise wird auch vermieden, dass z. B. Cousin und Cousine sich in einer Stadt zufällig kennenlernen und unwissentlich innerhalb der Familie heiraten.
  • Mein Eindruck ist, dass man in Deutschland Weihnachten schon vor Weihnachten feiert. Für uns beginnt das Fest am 24. Dezember mit einer Heiligen Messe. Diese dauert nicht selten drei Stunden oder länger. Vor allem junge Menschen nehmen daran teil. Für die Älteren sind der teils lange Weg durch die Nacht wie auch das Feuerwerk zu gefährlich. Sie besuchen die Messe am ersten Weihnachtsfeiertag. Danach treffen sich alle Familien zum gemeinsamen Essen. Die Schwiegertöchter kochen – abwechselnd.
  • Hochzeiten, das Beilegen von Unstimmigkeiten sowie Versöhnung gehören unbedingt in diese Zeit, weil sich die meisten Verwandten nur einmal im Jahr zu Weihnachten treffen. Diese Gemeinschaft fehlt mir am allermeisten und schmerzt auch, wenn ich – wie in diesem Jahr – nicht nach Hause fliegen kann. (900–1400 EUR fallen dafür an.)
  • Den Advent feiern wir – ebenfalls anders als in Deutschland – mit „Nine Lessons and Carol“. Dazu versammeln wir uns in der Kirche zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern. Deren Inhalte sind geprägt von neun Stellen aus der Bibel, in denen Christus als Erlöser der Welt angekündigt wird (Genesis 3,8–19; Genesis 22,15–18; Jesaja 9,2.6–7; Jesaja 11,1–3a.4a.6–9; Lukas 1,26–35.38; Lukas 2,1.3–7; Lukas 2,8–16; Matthäus 2,1–12; Johannes 1,1–14).

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete verbleibende Advents- und kommende Weihnachtszeit. Im Gebet bleiben wir verbunden, auch über den Jahreswechsel hinaus.

Pater Stanley

Das Kernteam von Christus in die Mitte-Erfurt schließt sich dem sehr gern an und verabschiedet sich für 2021 von allen Leserinnen und Lesern. Wir danken vor allem für jedes Gebet und sagen ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die sich inhaltlich und/oder technisch bei unseren Aktionen sowie für die Gestaltung unserer Website engagiert haben. Bleiben wir auch in der kommenden Zeit fest im Rosenkranz für unser Land/Bistum und füreinander verbunden, denn:

Sein Heil ist denen nahe,
die Ihn fürchten.
Seine Herrlichkeit wohne
in unserem Land.
Gerechtigkeit geht vor Ihm her und
Heil folgt der Spur Seiner Schritte.“

(nach Psalm 85)

2021-11-24 | Fatima – Medjugorje – Borxleben – Aachen – Erfurt – Augsburg … „Brücken des Gebetes“

Brücke 1:

Die Fatima-Pilgermadonna war wieder in Thüringen unterwegs – diesmal vier ganze Wochen: jeweils zwei im Eichsfeld und im südwestlichen bis mittleren Thüringer Raum.

(Foto: B. Münnighoff)

So lauten einige Statements von Gläubigen dazu:
→ Es ist eine Ehre, sie stellvertretend für unsere Mutter Maria zu Gast zu haben.
→ Es ist eine Ehre, an ihrer Hand ihren Sohn anzubeten.
→ Es bringt großen Segen.
→ Wenn wir schon nicht nach Fatima können, dann holen wir sie eben zu uns.


Bewegende Begegnungen unterschiedlichster Art gab es:

  • In einer um die „ gesegnete Besucherin“ versammelten Familie (Oma, Opa, Kinder, Enkelkinder) wurde gemeinsam Rosenkranz gebetet.
  • Besonders festlich gestaltete Heilige Messen – teilweise mit 80-90 Gläubigen, Anbetung des eucharistischen Herrn in Gegenwart des Pilgerheiligtums sowie Marienandachten fanden zu Ehren der Gottesmutter statt – mit viel Gebet in ihren Anliegen, insbesondere die Weihe unserer Familien an das Unbefleckte Herz Mariens.
  • Auf dem Hülfensberg traf Maria den „Gehülfen“.
  • Sie stand am Grab des jung verstorbenen Franziskanerpaters Nico, der als großer Verehrer der Muttergottes bekannt war.
  • Ein seit vielen Jahren bettlägeriger Mann, Senioren einer Pflegeeinrichtung wie auch Kinder einer Tagesstätte bzw. andernorts als Teilnehmer an einem Martinsumzug freuten sich über Fatima-Lied, Informationen zu den Seherkindern, Segnung mit den Reliquien von Jacinta und Francisco sowie gemeinsames Gebet.

Ein herzliches Danke sei an dieser Stelle gerichtet an alle Priester und selbstlosen Helfern vor Ort, die solche nicht alltäglichen Erfahrungen mit unserem katholischen Glauben ermöglicht haben.

An dieser Stelle ein kleiner Einschub:

Glaubensstärkung erfährt man im Eichsfeld seit Jahren, wenn man am ersten Freitag des Monats (Herz-Jesu-Freitag) nach Leinefelde in die Bonifatius- Kirche fährt. Bei Rosenkranz, Lobpreis und Stille in der eucharistischen Anbetung kann man sich ab 19.30 Uhr vom Herrn stärken lassen. Es steht immer ein Beichtvater zur Verfügung, zum Empfang des Beichtsakramentes wird herzlich eingeladen.


Auf der Homepage der Pfarrei findet man u.a. auch das Angebot zur 24-Stunden-Anbetung (siehe unser Menüpunkt Termine) sowie Informationen zum Alphakurs, welcher schon im zweiten Durchlauf ist. Im Januar startet der dritte – bereits ausgebucht. Interessenten für den 4. Durchgang können sich gern bei Familie Hofmann melden: 03605/519709 oder per Mail.

Nach ihrem abschließenden Besuch in „St. Mariä Himmelfahrt“ Bad Frankenhausen kam es noch zu einer unverhofften Begegnung mit einem Ehepaar (2008 zum katholischen Glauben konvertiert), das einen wirklich einladenden, katholisch geprägten Gebetsort geschaffen hat. „Offen für alle“, so steht es an der Eingangstür.

Das könnte möglicherweise ein Ort werden für jene, die Dank oder Nöte orts- und zeitnah als Pilgergepäck abgeben möchten. Im Frühjahr 2022 werden wir dazu Näheres berichten.

(Foto: R. Kümpel)

Wenn auch Sie die Nationale Fatima Pilgermadonna in Ihrer Gemeinde begrüßen möchten, können Sie sich gern mit uns in Verbindung setzen über das Kontaktformular. Als Termin für Thüringen konnte uns vom Fatima Weltapostolat Deutschland noch der 24.4. – 30.4.2022 angeboten werden.

Unter dem Menüpunkt Zeugnisse begegnen Sie Franzi, einer jungen Thüringerin, die sich im Sommer diesen Jahres zu einer Wallfahrt nach Medjugorje auf den Weg gemacht hatte.

Brücke 2:

Der Adoratio-Kongress in Altötting als Präsenzveranstaltung musste nun in diesem Jahr leider wieder ausfallen. Tiefschürfende Vorträge, berührenden Lobpreis und Gebet online haben sicherlich viele von uns dennoch dankend angenommen.

Eine engagierte Gruppe von Christus in die Mitte! (Aachen) wusste technische Möglichkeiten für einen gemeinsamen Austausch zu nutzen. Teilnehmer aus den Bistümern Erfurt und Augsburg hatten nachmittags Gelegenheit, sich in das „Adoratio-Netz“ einweben zu lassen, und konnten so Gemeinschaft bei Gespräch, Lobpreis und Gebet pflegen und genießen. Ein zwar kleiner, aber dennoch wertvoller „Ersatz“ für die angestrebte Inspiration unter ca. 800 Gläubigen, die wir vor Ort gewesen wären. Für die fruchtbare und freudvolle Zeit im Miteinander als Geschwister im Glauben sind wir sehr dankbar.

Bitte beachten Sie abschließend auch die neu eingetragenen Termine, u.a. zur Filmpremiere „Das brennende Herz“ (Trailer).

Wir wünschen allen Lesern einen frohen ersten Adventssonntag und melden uns demnächst mit Bräuchen rund um Weihnachten aus Heimatländern von Priestern, die zahlreiche deutsche christliche Gemeinden mit ihrem so wertvollen Dienst begleiten.

Bis dahin Gottes reichen Segen vom Kernteam Christus in die Mitte – Erfurt.

Titelbild: Pixabay